Crimpen
Der Begriff Crimpen stammt vom Englischen „to crimp“, was so viel bedeutet wie bördeln, eindrücken, falten oder auch faltend verformen. In der Kabelkonfektion bezeichnet eine Crimpverbindung einen dafür vorgesehenen hülsenförmigen Kontakt, der mit dem dazugehörigen Werkzeug auf den Leiter durch mechanischen umschließenden Druck unlösbar aufgebracht wird.
Crimpverbindungen gehören heute zu den zuverlässigsten, vielseitigsten und kostengünstigsten Verbindungstechniken. Sie haben die Lötverbindungen weitgehend abgelöst. Sie erfordern, insbesondere bei kritischen Anwendungen, eine hohe Sorgfalt hinsichtlich Auswahl der Kontakte zum entsprechenden Leiter, Einstellung und laufende Überprüfung des Crimpwerkzeugs und einen abgestimmten Qualitätssicherungsprozess.
Der Crimpprozess sowie die Anforderungen an eine Crimpverbindung sind Gegenstand zahlreicher Normen (mehr als 50 deutschsprachige Normen für Crimpverbindungen in den verschiedenen Anwendungen und Industrien).
Der wesentliche Parameter ist die Crimphöhe, die am Crimpwerkzeug eingestellt werden muss. Die optimale Crimphöhe ist immer ein Kompromiss zwischen elektrischem Leitwert und Auszugskraft.
Um eine zuverlässig leitende Verbindung herzustellen, müssen die Adern wabenförmig verformt und gasdicht vom Kontakt umschlossen sein, nur so kann eine Oxidation ausgeschlossen werden.
Für die Qualitätskontrolle von Crimpverbindungen werden drei verschiedene Verfahren eingesetzt:
• Abzugtests der Crimps
• Geometrische Vermessung des Crimps (Messung der Crimphöhe)
• Schliffbilder
Fehlerhafte Crimps







