Industrial Ethernet
Industrial Ethernet ist der Oberbegriff für alle Bestrebungen, den Ethernet-Standard für die industrielle Automatisierungstechnik zu Nutze zu machen. Auf der Grundlage des TCP/IP Protokolls werden durchgängig Sensoren, Maschinen und Anlagen mit den Leit- und BDE Rechnern verbunden. Kennwerte von Sensoren können einfach über html-Seiten abgelesen werden, Kameras, Steuerungen und Sensorik laufen über ein und dasselbe Netzwerk, Erweiterungen und Einbindung von drahtlosen Strecken sind kostengünstig und mit geringem Planungsaufwand durchführbar.
Den Anforderungen an ein deterministisches Verhalten wird über die sog. „managed“ Produkte Rechnung getragen: Datenpakete werden priorisiert und die in der Automatisierungstechnik erforderlichen Sende- und Antwortszeiten in die Zeitfenster gebracht.
Für ein Industrial Ethernet Netzwerk sind zwei wesentliche Gattungen von Produkten erforderlich:
Netzwerkkomponenten wie Switches, Hubs und Medienkonverter, die die Datenpakete managen. Diese Produkte müssen auf den industriellen Gebrauch abgestimmt sein: erweiterter Temperaturbereich, Gleichstrom-Spannungsversorgung über einen weiten Bereich, erhöhte EMV-Störsicherheit, Vibrationsfestigkeit etc. Des weiteren werden diese Geräte häufig im Schaltschrank auf einer 35mm Hutschiene befestigt und müssen dafür geeignet sein.
Verbindungstechnik, die ebenfalls industriellen Anforderungen genügen muss: Leitungen für hohe Biegebelastungen (z.B. am Roboter) und hohe Störfestigkeit, sowie Steckverbinder mit hoher Schutzklasse.
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