IPC Richtlinien
IPC steht für „Institute for Interconnecting and Packaging Electronic Circuits“ und ist 1957 gegründet worden. Das Institut entwickelte zahlreiche Normenwerke für die Qualifizierung und Qualitätssicherung für elektronische Baugruppen. Die IPC Richtlinien sind weltweit anerkannt.
Die Richtlinie IPC-A-610D, „Acceptability of Electronic Assemblies“ ist der am weitesten verbreitete Standard für die Prüfung von elektronischen Baugruppen je nach Anforderung.
Hierbei werden drei verschiedene Klassen unterschieden:
| Klasse | Beschreibung | Anforderung |
|---|---|---|
| 1 | Gewöhnliche Elektronikprodukte (General Electronic Products) | Die Hauptanforderung an die Produkte dieser Klasse ist, dass die fertige Baugruppe funktioniert. |
| 2 | Zweckbestimmte Elektronikprodukte (Dedicated Service Electronic Products) | Produkte, für die kontinuierliche Leistung und verlängerte Lebensdauer gefordert sind und für die unterbrechungsfreier Betrieb erwünscht, aber nicht kritisch ist. Die typische Anwendungsumgebung bewirkt keinen Ausfall. |
| 3 | Hochleistungselektronik (High Performance Products) | Produkte, für die kontinuierliche Hochleistung o. Leistung auf Abruf kritisch ist, bei denen ein Funktionsausfall nicht toleriert wird, die Endanwendungsumgebung besonders harsch sein kann, und das Geräte jederzeit funktionsfähig sein muss, z.B. in lebenserhaltenden o. anderen kritischen Systemen. |
Für im Investitionsgüterbereich eingesetzte Elektroniken werden Klasse 2 oder höher angewendet.
Das Normenwerk der IPC findet durchgängig von der Entwicklung bis zur Nacharbeit der Leiterplatte Anwendung:
Die IPC-Richtlinien können von verschiedenen durch die IPC zertifizierten nationalen Instituten oder Vereinigungen bezogen werden.
www.ipc.org
Eine Reihe von IPC-Richtlinien wurden vom FED ins Deutsche übersetzt und sind dort auch erhältlich.
www.fed.de






